Wholey x Initiative Rosi

Seit einigen Wochen unterstützen wir das Berliner Projekt „Initiative Rosi“, das in der Charité umgesetzt wird. Mit diesem Projekt setzen sich die Initiatoren Prof. Jalid Sehouli und Tina Müller dafür ein, an Krebs erkrankten Frauen einen respektvolleren und bunteren Alltag während der Chemotherapie zu ermöglichen. Ziel ist es dabei, über Spenden genug Geld zu sammeln, um die Therapieräume in der Frauenklinik der Charité Berlin so umzugestalten, dass den stressigen und kräftezehrenden Behandlungen ein schöner Ausgleich entgegengesetzt wird. Unter anderem konnten durch eine Crowdfunding-Kampagne bereits bestehende Maßnahmen „wie z. B. das Licht- und Duftkonzept“ finanziert werden.

Wir von Wholey sehen uns in Anbetracht der Schwere des Kampfes gegen Krebs und aus Respekt den Betroffenen gegenüber in der Pflicht, etwas zu dem Projekt beizusteuern. Für uns heißt „Nachhaltigkeit“ auch „soziale Nachhaltigkeit“ und Verantwortung. Auch wenn es nur einen kleinen Teil beiträgt, freuen wir uns, mit einem Wholey-Tiefkühlschrank vor Ort unsere Smoothies den Patient:innen (und Mitarbeiter:innen) kostenlos anbieten zu können und so zu einer ausgewogenen Ernährung und einer möglichen Stärkung während der Chemotherapie beizutragen.

Um Euch einen genauen Überblick darüber zu verschaffen, was die Initiative Rosi noch ausmacht, wie man sich engagieren kann und welche Erfolge das Projekt bereits verzeichnet hat, haben wir ein Interview mit dem Chefarzt Prof. Jalid Sehouli geführt:

 

  • Doktor Sehouli, stellen Sie uns doch das Projekt Rosi einmal vor, worum geht es dabei genau?

Krebstherapien brauchen Zeit, nehmen Zeit von unseren Patient:innen und deswegen wollen wir die Lebensräume, insbesondere die Therapieräume, mit mehr Leben und Lebensfreude bestücken und die Zeit verschönern, deswegen unser Projekt Rosi.

  • Wer ist denn eigentlich Rosi bzw. wie kam der Name der Initiative zustande?

Vor einigen Jahren kam die Tochter einer Patientin zu mir. Die Patientin, Rosi Müller, hatte Brustkrebs und die Tochter begleitete sie zur Chemotherapie, was großartig war. Die Patientin verstarb leider, doch ihre Tochter Tina Müller kam daraufhin zu mir und fragte: „Herr Professor, können wir die Räume der Krebsbehandlungssäle nicht lebenswerter, lebensfreudiger gestalten?“ und mir stockte erstmal der Atem. Noch nie fragte mich jemand, ob wir die Therapiezeit unserer Patientinnen so im Auge haben. Dies war der Startpunkt für das Projekt Rosi. Wir wollen genau das erreichen, dass man die Behandlungszeit nicht vergeudet, sondern auch mit Inhalten füllt und mit anderen Rahmenbedingungen bestückt. Deswegen bin ich so dankbar. Viel gute und wichtige Dinge in unserem Leben beginnen eben mit solchen Gesprächen, so wie das mit Tina Müller.

  • Sie haben letztes Jahr bereits eine beträchtliche Summe in einer Crowdfunding Kampagne eingesammelt. Wie wurde das Geld bisher eingesetzt, was hat sich in dem letzten Jahr in den Räumlichkeiten getan?

Dank der großartigen Unterstützung vieler Patient:innen, Angehöriger und Mitarbeiter:innen, aber auch von Prominenten, haben wir es geschafft tatsächlich viel Kraft zu mobilisieren, die eben genau diesen Visionen zugutekommt und dabei helfen die Räumlichkeiten zu verschönern. Wir haben Duftinstallationen eingebaut und Gemälde angebracht. Wir haben erfreulicherweise, dank einer Spende, Obst für die Patientinnen erhalten, welches wir ihnen täglich während der Therapie anbieten können und wir haben ganz viel an der räumlichen Struktur geändert, Räume farbenfroher gestaltet, und sind jetzt grade dabei, eben auch Räume zu durchbrechen, weil Platz, frische Luft und Atmung auch sehr wichtig sind. Ich bin ganz besonders stolz, dass wir diese Dinge jetzt auf den Weg gebracht haben.

  • Wie ist die Resonanz der betroffenen Frauen, die hier behandelt werden?

Ich denke, dass es ganz wichtig ist für die Frauen, die an Krebs erkrankt sind, dass sie als Mensch, als ganzheitliche Person wahrgenommen werden und nicht zu der Patientin mit dem Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs degradiert werden. Es sollte auch bewusst gemacht werden, dass das, was die Frauen hier auf unglaubliche Weise durchlaufen, Kraft, Energie, aber auch Achtsamkeit bedarf und deswegen denke ich, dass der Perspektivwechsel nicht nur für uns an der Charité, sondern für die gesamte Welt notwendig ist. Wir sollten respektvoll und auch mit Demut den Patientinnen entgegentreten, die diese schwierige Erkrankung mit allen negativen Auswirkungen durchlaufen müssen.

  • Inwiefern spielt die Ernährung eine Rolle bei der Behandlung von Krebspatienten?

Immer dann, wenn sich eine Krebserkrankung als Diagnose zeigt, stellt sich natürlich die Frage, was habe ich falsch gemacht und was kann ich tun, damit es mir in Zukunft besser geht und da spielt die Ernährung eine große Rolle. Wir wissen, dass wir nicht achtsam genug mit dem Thema Ernährung umgehen. Denn die Nahrung jagt uns – und nicht wie früher, wir die Nahrung. Wir ernähren uns bspw. oft zu unbewusst. Grade deshalb ist Ernährung für mich ein wichtiges Thema und wir haben extra dafür auch eine eigene Ökotrophologin angestellt, denn wir haben festgestellt, dass Ernährung ein wichtiger prognostischer Marker ist. Hinzukommt, dass viele Frauen dafür offen sind, ihre Ernährung neu zu strukturieren.

Allgemein lässt sich aber sagen, dass keine spezielle Krebsdiät notwendig ist. Jedoch kann man sagen, dass alles, was für das Herz-Kreislaufsystem gut ist, schlecht für die Krebszellen ist. Man muss also schauen, was ist gesund? Und dass wir alle zu viel Fleisch, Fett und Zucker essen, ist uns bekannt. In der Krankheit kann also auch eine Chance bestehen, strukturiert mit dem Thema Ernährung umzugehen. Daher sind wir natürlich sehr dankbar für die großartige Spende von Wholey. Die Smoothies schmecken lecker, aber man hat trotzdem das Gefühl, dass sie gesund sind. Ich denke „gesund“ ist etwas immer dann, wenn es lecker schmeckt und zweitens den Körper davon abhält, zu ermüden. Ich denke, es ist genau der richtige Ansatz, die Kraft der Natur so zu nutzen, dass man der WHO-Definition von Gesundheit – körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden – noch näher kommt. Und daher bin ich für diese Unterstützung mehr als dankbar.

  • Was meinen Sie, ob bzw. wie die Smoothies von Wholey zu einer gesunden Ernährung beitragen können?

Natürlich gibt es viele Rahmenbedingungen, die zu einem gesunden Leben beitragen. Allerdings ist Ernährung immer wieder im Gespräch, da Patient:innen natürlich etwas ändern und ihre Gesundheit stärken wollen. Man muss sich klar machen, dass Ernährung den ganzen Körper trifft. Schließlich sind bei einer Krebserkrankung noch 99% der Körperzellen gesund. Man sollte sich also so ernähren, dass sich das Herz freut, die Leber sich freut, die Nieren sich freuen, aber auch die Seele sich freut. Grundlegend ist es so, dass wir zu viel essen, zu unbewusst essen und oft nicht wissen, was genau wir essen, oder nicht mehr enthalten ist, was man sich wünscht. Daher finde ich Wholeys Konzept mit der Schockfrostung unverzüglich nach der Ernte, genau den richtigen Ansatz, da man ja weiß, dass Stoffe, die freie Radikale im Körper fangen und damit Krebserkrankungen vorbeugen, so konserviert werden. Das Gleiche gilt aber auch für den Geschmack, der ebenfalls erhalten bleibt. Drittens finde ich es großartig, dass man bei Wholey auch wirklich sieht, was drin ist. Grundsätzlich gibt es aber nicht DIE Krebsdiät, ich halte jedoch eine Ernährung, die auf frischem Obst und Gemüse basiert, für einen sehr guten Ansatz.

  • Wie kann man die Initiative Rosi weiterhin unterstützen?

Das Medizinsystem ist so konzipiert, dass es immer nach Defiziten Ausschau hält und so sind auch Krankenhäuser gebaut. Sie sind sehr zweckorientiert und sehr prozessoptimiert strukturiert. Ich denke, dass gerade Menschen, die sich in der Situation einer Krebstherapie befinden, die räumlichen Änderungen brauchen. Das Weiß ist vielleicht effektiv, wenn es darum geht Verschmutzungen zu identifizieren, aber uns geht es um Farben, um Raumstrukturen, um Lautstärke, es geht aber auch darum, dass Patient:innen miteinander besser kommunizieren können, sich aber auch abgrenzen können. Deshalb brauchen wir weiterhin nachhaltige Unterstützung. Wir sind für jede Unterstützung dankbar.

Wir starten in Kürze mit Lesungen, die in den Krebstherapieräumen stattfinden, da viele Patientinnen zu müde sind, um selbst zu lesen. Wir laden also Schriftsteller und Schriftstellerinnen dazu ein, Patientinnen hier etwas vorzulesen. Darunter fällt dann Weltliteratur wie Dr. Schiwago etc. Zudem brauchen wir weitere finanzielle Mittel, um diese Strukturveränderungen zu erzielen. Wir müssen die Wände durchbrechen. Wir müssen das Licht verändern. Denn hier besteht eben auch ein Einfluss auf das Immunsystem. Also wieviel Licht zu uns kommt oder wie natürliche Materialien uns berühren ist auch entscheidend. Da braucht man natürlich enorme ökonomische Mittel, die in der Regel nicht von Krankenkassen gedeckt werden. Wir wollen diese Klinik deshalb dazu nutzen, diesen Perspektivwechsel nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt zu erreichen.

  • Und, zu guter Letzt: Welcher ist Ihr Lieblings-Smoothie?

Ich selbst trinke jeden Tag, jeden Abend, Cranberrysaft, daher habe ich eine große Präferenz für rote Beeren. Deshalb ist der Ban &Berries mein Lieblings-Smoothie.

 

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