Was wäre eigentlich, wenn sich alle vegan ernähren würden?

Welttag des Naturschutzes:
Was wäre eigentlich, wenn sich alle vegan ernähren würden?

Weniger Treibhausgase, Schutz von Wäldern und der Artenvielfalt sowie das Schonen von Ressourcen: Es ist hinreichend belegt, dass wir mit dem Verzicht auf tierische Lebensmittel einen direkten Einfluss auf unsere Umwelt haben. Und doch ist der Trend gegenläufig: Mit steigender Weltbevölkerung wächst auch der Hunger auf Fleisch, Käse und Eier.

Der Welttag des Naturschutzes am 28. Juli hat es sich zur Mission gemacht, das öffentliche Bewusstsein für den Umweltschutz zu schärfen und uns daran zu erinnern, wie wichtig unser nachhaltiges Handeln im Hinblick auf Natur- und Klimaschutz ist. 

Wir nutzen die Gelegenheit für ein Gedankenspiel: Was würde passieren, wenn sich die ganze Welt vegan ernähren würde?

Mal angenommen…

Verschiedene Studien und Untersuchungen sind dieser Frage bereits nachgegangen. Mit eindeutigem Ergebnis: 

Es gibt keinen effektiveren Weg als die vegane Ernährung, um die Umwelt und die Artenvielfalt zu schützen.

 

Verschiedene Forscher und Untersuchungen kommen zu folgenden Ergebnissen:

  • bis zu 70 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgase, die durch die Produktion unserer Lebensmittel entstehen, würden eingespart und der Klimawandel gebremst werden
  • ohne Nutztierhaltung könnte die weltweiten Agrarflächen, die für die Haltung von Tieren oder den Anbau von Tierfutter genutzt werden, um bis zu 75 Prozent reduziert bzw. für den Anbau von Getreide, Gemüse, Obst oder anderen pflanzlichen Lebensmitteln genutzt werden – eine Fläche so groß wie die USA, China, die EU und Australien zusammen
  • kaum ein Lebensmittel ist so Ressourcen-aufwändig wie Fleisch. Neben freiwerdender Agrarfläche würden durch eine vegane Ernährung auch Milliarden Liter an Wasser, die für die Produktion von Fleisch- und anderen Tierprodukten (auch für die Herstellung von Tierfutter) verbraucht werden, eingespart werden
  • bedrohte Tierspezies könnten sich erholen und verdrängte Wildtierarten hätten mehr Platz zum Leben

Neben dem Impact auf den Planeten würde eine weltweite, vegane Ernährung auch das Gesundheitssystem, den Welthunger – und nicht zuletzt jede*n Einzelne*n – positiv beeinflussen:

  • Tierische Produkte wie Fleisch und Milch decken derzeit 18 Prozent unseres Kalorien- und 37 % des Eiweißbedarfs. Von der Menge an Getreide und Soja, die zurzeit täglich für die Fütterung der Nutztiere verbraucht wird, könnten vier Milliarden mehr Menschen satt werden. 
  • Menschen in wirtschaftlich schwachen Ländern könnten von sinkenden Getreidepreisen profitieren und sich mehr Lebensmittel leisten
  • Untersuchungen zeigten, dass Veganer*innen im Schnitt schlanker sind, einen geringeren Blutdruck sowie Gesamt- und LDL-Cholesterinwerte aufweisen als Menschen mit fleischhaltiger Kost. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes zu erkranken
  • Eine Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung, die den Richtlinien bezüglicher einer vollwertigen Ernährung entspricht, könnte die weltweite Sterblichkeit um bis zu zehn Prozent reduzieren
  • Das weltweite Gesundheitssystem würde entlastet werden und zusätzlich jährlich um die 900 Milliarden Euro eingespart werden

Die Zahlen gelten übrigens auch für Bio-Fleisch und Tierprodukte mit einem vergleichsweise niedrigen Umwelteinfluss. Laut einer Oxford-Studie verursacht Rindfleisch mit dem niedrigsten Umwelteinfluss immer noch sechs Mal mehr Treibhausgas als die gleiche Menge Bohnen– und braucht 36 (!) Mal mehr Fläche. 

Laut Studienleiter Joseph Poore habe der Verzicht auf tierische Produkte “einen viel größeren Effekt, als nicht mehr mit dem Flugzeug zu fliegen oder ein Elektroauto zu kaufen.“ Dazu bringe der komplette Verzicht von tierischen Produkten weitaus mehr als der Konsum von biologisch produzierten Fleisch- und Milchprodukten.

Und nicht zu vergessen: Das traurige Leben vieler Milliarden Nutztiere würde nicht in einem qualvollen und vorzeitigen Tod enden. Wenn sich die gesamte Welt vegan ernähren würde, bekommen Werte wie Gewaltlosigkeit, Empathie und Mitgefühl eine ganz neue Bedeutung.

 

Schönes (veganes) Leben, schöne Welt?

Müssen wir uns also ab jetzt einfach nur vegan ernähren, und schon tanzen alle fröhlich und im Gleichschritt auf einer rosaroten Wolke einer besseren Welt entgegen? Die Sache ist natürlich etwas komplexer. Fest steht: Die Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung hätte einen enormen positiven Einfluss auf die Umwelt und den Planeten. 

Allerdings würde sie auch einige Herausforderungen mit sich bringen. Dazu zählt zum Beispiel, das Millionen Menschen, die in der Tierzucht und Produktion von tierischen Produkten arbeiten, von heute auf morgen arbeitslos werden würden. Fraglich ist außerdem, ob die freiwerdende Weidefläche überhaupt für den Anbau pflanzlicher Nahrungsmittel genutzt werden könnte. Da Fleisch in vielen Gesellschaften auch als Luxusgut angesehen wird, spielt auch der soziale und kulturelle Aspekt eine Rolle und muss berücksichtigt werden. 

 

Jede Mahlzeit hilft bereits

Es ist unrealistisch, seinen Lifestyle von heute auf morgen komplett umzustellen. Und muss auch gar nicht sein. Denn schon kleine Schritte helfen, unsere Umwelt zu schützen: Jede vegane Mahlzeit schärft das Bewusstsein und hat einen positiven Einfluss auf uns, und unseren Planeten. 

Der Welttag des Naturschutzes ist die ideale Möglichkeit, das Thema Umwelt- und Naturschutz aktiv anzugehen und einen Beitrag zu leisten. Fang doch mit dem Frühstück an. Mit unseren Bowls steht dein gesundes, pflanzliches Frühstück in weniger als fünf Minuten auf dem Tisch – good vibes und Karmapunkte inklusive. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Auf unserem Blog findest du außerdem viele weitere vegane Rezepte wie crunchy Granola, Bananenbrot oder süße Energy Balls und mehr Informationen zu einer pflanzlichen Ernährung.

 

Quellen:  
Springmann M, Wiebe K, Mason-D’Croz D, Sulser TB, Rayner M, Scarborough P. Health and nutritional aspects of sustainable diet strategies and their association with environmental impacts: a global modelling analysis with country-level detail. Lancet Planet Health. 2018 Oct;2(10):e451-e461. doi: 10.1016/S2542-5196(18)30206-7. PMID: 30318102; PMCID: PMC6182055. https://www.thelancet.com/journals/lanplh/article/PIIS2542-5196(18)30206-7/fulltext#seccestitle170

Springmann M, Godfray HC, Rayner M, Scarborough P. Analysis and valuation of the health and climate change cobenefits of dietary change. Proc Natl Acad Sci U S A. 2016 Apr 12;113(15):4146-51. doi: 10.1073/pnas.1523119113. Epub 2016 Mar 21. PMID: 27001851; PMCID: PMC4839446. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27001851/

Appleby, P. N., M. Thorogood, J. I. Mann, et al. (1999): The Oxford Vegetarian Study: an overview. The American Journal of Clinical Nutrition 70(3 Suppl), p. 525S–531S. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10479226/ 

https://www.peta.de/veganleben/welthunger/

 

 

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