#veganuary – Interview mit Jacqueline Otchere

Sport und vegane Ernährung – wie passt das zusammen, Jacqueline? #veganuary2021

Viele Menschen nutzen den Januar, um direkt mit vielen guten Vorsätzen in das neue Jahr zu starten. Neben mehr Sport und Bewegung steht oft auch die Ernährung auf der Liste der gewünschten Verbesserungen. Veganuary – das Wort setzt sich aus dem Wort vegan und dem Englischen january zusammen – ist eine gemeinnützige Organisation und Kampagne, die weltweit Menschen dazu ermutigt, sich (zumindest temporär) rein pflanzlich zu ernähren. Denn wir alle wissen mittlerweile, dass eine pflanzenbasierte Ernährung nicht nur eine der effektivsten Maßnahmen ist die Umwelt und unser Klima zu schützen, sondern auch um Tierleid zu vermeiden und sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken kann.

Gerade beim Thema Sport machen sie die meisten Leute vermehrt Gedanken um die eigene Ernährung und schließen eine pflanzliche Ernährung tendenziell eher aus, denn Sport = Muskeln = viel Protein = viel Fleisch. Dass das auch anders geht, zeigt sehr eindrucksvoll die Netflix Doku “The Game Changers”, in der verschiedene vegane Profi-Sportler porträtiert werden und auch mit (oder vielleicht auch gerade wegen) der Power von Pflanzen enorme Leistungen bringen.

Wir haben mit Jacqueline Otchere gesprochen. Sie ist #wholeyathlete der ersten Stunde und Stabhochspringerin. Da sie sich seit 2014 vegan ernährt, kann sie aus eigener Erfahrung sprechen und beurteilen, wie ihre pflanzliche Ernährung sich auf ihren Sport auswirkt.

Jacqueline Otchere

Welche Rolle spielt Ernährung in Deinem Leben?

Jacqueline: Ernährung spielt für mich eine große Rolle im Leben. Zum einen, weil die Ernährung im Sport sehr wichtig ist, zum anderen, weil ich großen Spaß am Kochen und Backen habe und mich da gerne ausprobiere.

Was hat Dich dazu bewogen, Deine Ernährung umzustellen und vegan zu werden?

Jacqueline: Das Ganze war ein schleichender Prozess. Durch eine Doku über Massentierhaltung habe ich über Nacht aufgehört Fleisch zu essen. In den folgenden Jahren sind dann jegliche tierische Produkte, wie Milch, Eier, Fisch, aus meinem Essensplan verbannt worden. Während zu Beginn die moralischen Aspekte überwogen haben, kommen mittlerweile auch die gesundheitlichen und umwelttechnischen Gründe dazu, aus denen ich kein Tier bzw. tierische Produkte mehr auf meinem Teller haben möchte. Komplett vegan ernähre ich mich jetzt ungefähr seit 2014.

Sport und vegane Ernährung – wie passt das zusammen? Worauf musst Du verstärkt achten, wo liegen vielleicht Schwierigkeiten?

Jacqueline: Sport und vegane Ernährung passen super zusammen. Genauso wie ein Omnivore muss ich auch darauf achten, dass ich alle Nährstoffe und Vitamine über meine Nahrung abdecke. Und das gelingt sehr gut mit veganer Ernährung. Schwierig für mich bzw. ein wenig mehr Aufwand ist es, wenn ich wegen des Sports verreise. Mit der Zeit habe ich mir eine Liste angelegt, welche Lebensmittel ich immer als Back-up dabeihabe, wenn das Angebot im Hotel oder in der Umgebung nicht vielfältig genug ist. Das ist jetzt für mich aber inzwischen zur Routine geworden und ich habe dann eben neben meiner Sporttasche noch eine leckere gepackte Essenstasche dabei 🙂

Was ist Deine Erfahrung, wenn Du mit anderen Sportlern über das Thema sprichst? Wie ist die Resonanz auf Deinen Ernährungsstil?

Jacqueline: Die Resonanz war bisher immer positiv. Viele können es gar nicht glauben, dass man mit veganer Ernährung so eine Leistung bringen kann. Die meisten wollen wissen, was ich denn so esse, da für viele vegan immer noch nur der Salat ist. Ich freue mich immer wieder, wenn ich andere inspirieren kann und ein Vorbild sein kann für vegane Ernährung im Leistungssport.

Dein Tipp zur Ernährungsumstellung für Einsteiger?

Jacqueline: Gehe das Ganze entspannt an. Suche Dir Inspirationen auf Instagram oder im Internet. Es gibt super viele tolle und leckere Rezepte. Keiner muss die Umstellung von heute auf morgen vollziehen.

Einfach auf der Suche nach dem Lieblingsgericht im Internet das Wort „vegan“ eingeben, und man findet immer tolle Rezepte zum Nachkochen.

Und habe keine Angst, Dich auch an veganen Convenience-Produkten auszuprobieren. Es finden sich tolle Produkte, wie beispielsweise veganen Käse, die super lecker auf einer Lasagne oder einer selbst gemachten Pizza schmecken.

Welche Lebensmittel hast Du immer in Deiner Vorratskammer?

Jacqueline: Hafer- oder Reismilch, Buchweizen.

Und die Zutaten für mein absolutes Lieblingsgericht: LINSEN DAL (Indisches veganes Curry) von Bianca Zapatka. Für das Linsen Dal nehme ich allerdings gekeimte Linsen, lasse den Kokosblütenzucker weg und mache noch 2-3 gehäufte Löffel Hefeflocken dazu.

 

 
 
 
 
 

 

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