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Save the orangutans!

 

Ab sofort ist unsere neue Charity Edition Orange-Utan erhältlich. Mit diesem Smoothie tust Du nicht nur Deinem Immunsystem etwas Gutes, sondern hilfst auch den vom Aussterben bedrohten Orang-Utans in Indonesien. Der Gewinn aus dem Verkauf von Orange-Utan wird gespendet. Hierfür arbeiten wir mit der Organisation Orang-Utans in Not e.V. zusammen, die sich seit 2007 für den Schutz der letzten freilebenden Orang-Utans und deren Lebensraum einsetzt.

Gegründet wurde der Verein von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, für die während Freilandforschungen auf Borneo die katastrophalen Ausmaße der Regenwaldzerstörung sichtbar wurden.

Der Orang-Utans in Not e.V. ist seitdem in Kooperation mit internationalen Organisationen direkt vor Ort in verschiedenen Bereichen des Orang-Utan- und Regenwaldschutzes aktiv.

Im Interview mit der Vereinsvorsitzenden Julia Cissewski haben wir mehr über die verschiedenen Projekte und die Wichtigkeit des Schutzes der bedrohten Tiere gelernt.

Wholey: Kannst Du uns einen Überblick geben, welche Projekte ihr derzeit unterstützt?

Julia Cisssewki: In Indonesien sind wir auf Borneo und Sumatra aktiv, denn nur auf diesen beiden Inseln gibt es noch freilebende Orang-Utans, die einzigen großen asiatischen Menschenaffen. „Orang-Utan“ bedeutet übrigens „Waldmensch“.

Auf Borneo unterstützen wir seit unserer Gründung die Auffangstation in Pasir Panjang, die von der Orangutan Foundation International (OFI) geleitet wird. Diese Nonprofit-Organsiation kämpft seit 1971 dafür, die wildlebenden Tiere und ihr Lebensumfeld zu schützen.

Um gezielt Orang-Utan-Lebensraum zu erhalten und zu schaffen, unterstützen wir außerdem die Orangutan Foundation UK bei der Aufforstung des Orang-Utan-Auswilderungsgebietes Lamandau auf Borneo.

Für den langfristigen Schutz der Orang-Utans und des Regenwaldes ist die Aufklärung der einheimischen Bevölkerung unerlässlich. Daher finanzieren wir seit 2010 auf Borneo zwei Umweltbildungszentren unserer indonesischen Partnerorganisation Yayorin.

Auf Sumatra unterstützen wir die Orang-Utan-Auswilderung im Jantho Naturreservat sowie das Orangutan Haven-Projekt, welches jenen Orang-Utans ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen soll, die aufgrund einer Behinderung (z.B. blindgeschossene Augen) nicht ausgewildert werden können. Beide Projekte werden von unserer Schweizer Partnerorganisation PanEco geleitet.

Außerdem betreiben wir Umweltbildung und Informationsarbeit in Deutschland, denn das Schicksal der Orang-Utans hängt auch von unserem Konsumverhalten und den Entscheidungen deutscher Politiker ab.

Wholey: Die Themen Palmöl und Orang-Utan-Schutz gehören ja leider untrennbar zusammen. Wie greift ihr diese Problematik in eurer Arbeit auf?

Julia Cissewski: Der Palmölanbau in Monokultur ist mittlerweile die größte Bedrohung für den Lebensraum der Orang-Utans. Die Regenwaldzerstörung für Palmöl befeuert außerdem den Klimawandel. Orang-Utan- und Regenwaldschutz ist also auch Klimaschutz.

Palmöl befindet sich in jedem zweiten Supermarktprodukt und im sogenannten Biosprit. Dies thematisieren wir in unserer Umweltbildungs- und Informationsarbeit in Indonesien und in Deutschland.

Mit der Menschenrechtsorganisation Watch Indonesia! und anderen Unterstützern gründeten wir weiterhin 2014 das Aktionsbündnis Regenwald statt Palmöl. Wir bündeln unsere Kompetenzen und setzen uns durch gezielte Aktionen für Naturschutz und Menschenrechte in den durch den Palmölanbau betroffenen Gebieten ein.

Wholey: Wir freuen uns, dass wir im engen Austausch mit euch zusammenarbeiten können. Kannst Du uns sagen, wo genau der Gewinn der verkauften Smoothies zu tragen kommt? Gibt es ein bestimmtes Projekt, das ihr mit dem Geld unterstützen wollt?

Julia Cissewski: Seit 2011 unterstützen wir eine von der Schweizer gemeinnützigen Stiftung PanEco betriebene Orang-Utan-Auswilderungsstation im Jantho Naturreservat in der Provinz Aceh im Norden der Insel. Auch Orang-Utans, die durch Regenwaldrodungen für das Anlegen von Palmölplantagen in Bedrängnis geraten, finden in Jantho schnell ein neues Zuhause.

Unser Verein kofinanzierte den Bau der Station und beteiligt sich immer noch an den laufenden Kosten für den Unterhalt der Station sowie für die Überwachung der ausgewilderten Tiere. Hier werden auch die von Wholey gespendeten Mittel eingesetzt, indem wir unter anderem ─ passend zu euren Smoothies ─ Obst einkaufen, welches zu Beginn der Auswilderungen zugefüttert wird.

 

Wholey: Was war der spannendste / aufregendste / traurigste Moment, den Du im Laufe Deiner Arbeit bei Orang-Utans in Not e.V. miterlebt hast?

Julia Cissewski: Im Jahr 2012 besuchte ich zum ersten Mal das Jantho Naturreservat. Das war eines der aufregendsten und schönsten Erlebnisse meiner inzwischen über 10jährigen Vereinstätigkeit. Das Gebiet ist für Touristen nicht zugänglich und genießt den in Indonesien höchstmöglichen Schutzstatus. Bei der Beobachtung einiger der bereits über 100 dort ausgewilderten Tiere fühlte ich mich wie im Paradies und wäre, ehrlich gesagt, am liebsten dageblieben. Die Erinnerung an diesen Besuch und das Wissen um den Erfolg des Projektes geben mir viel Hoffnung und Kraft angesichts der dramatischen und manchmal aussichtslos erscheinenden Situation der letzten freilebenden Waldmenschen auf Borneo und Sumatra.

 

Vielen Dank für das aufschlussreiche und informative Interview!